Aktuelle Meldungen

30.03.2019

Am 24. Februarr 2019 fand das diesjährige Schauturnen in der Stadthalle statt.
Mehr lesen...
 

Adventsturnen 2014



Es war ein Experiment: Der traditionelle Turnabend des TVB in der Vorweihnachtszeit fand zum ersten Mal am Nachmittag eines Adventssonntages statt. Bereits im vorigen Jahr konnte an dieser Stelle über ein zahlreich erschienenes Publikum berichtet werden. Die aktuelle Terminwahl hat diesen Trend augenscheinlich beflügelt. Die Organisatoren, Übungsleiter und die jungen Aktiven wurden für ihre oft langwierigen und aufwändigen Vorbereitungen mit den gespannten Blicken und dem Beifall eines aufmerksamen und begeisterungsfähigen Publikums belohnt.

Pünktlich 15 Uhr eröffnete die erste Vorsitzende Stephanie Schindhelm das Programm. Mit kurzen, freundlichen Worten begrüßte sie die Ehrengäste und das Publikum, dankte den Aktiven für die geleistete Arbeit und schon boten sich diese bühnenfüllend in einem bunten Gruppenbild zum Anschauen, Applaudieren und Fotografieren dar. Die einfallsreiche Kostümierung vieler Akteure weckte schon jetzt die Neugier auf die kommenden Darbietungen.

Die kündigte dann –auch schon traditionell – Tabea Tröster in ihrer lockeren Art, oft mitten im Publikum, mit viel Witz und Sachverstand an. Zunächst natürlich die, die es kaum erwarten konnten und schon lange vor Beginn keck unter dem Vorhang hervorgelugt hatten: Das "Purzelvolk", die Jüngsten des Turnvereins unter der Leitung von Helga Schneider stellten gemeinsam mit ihren Eltern ihre Fitness unter Beweis. Erwartungsgemäß purzelten sie zum Abschluss ihres Programms dem aus dem rauen Winterwald hereinpolternden Weihnachtsmann vor die Füße, der sie mit seinen Geschenken belohnte.

Nur kurz unterbrachen die Ehrungen verdienter Sportler der Handball-, Badminton- und Trampolinabteilungen die folgenden Darbietungen. Lang waren die Listen der in Wettkämpfen errungenen Siege und guten Platzierungen. Diese, bei solch unterhaltsamen Veranstaltungen immer zu kurz Kommenden, sorgen für die Bekanntheit (vielleicht auch den Ruhm) des Vereins im größeren geografischen Maßstab.

Doch jetzt konnten schon bei der Öffnung des Vorhanges die kaum aus dem "Purzelalter" entwachsenen Sternenkinder in ihrer bayerischen Tracht einen erstaunten und bewundernden Ausruf der Zuschauer verbuchen. Was sie dann zu Heidi- und Holzhacker-Melodien boten, verdiente den mit den passenden Juchzern garnierten stürmischen Applaus. Heike Bauer und Nicole Dorsch übertreffen sich mit den einfallsreichen Auftritten ihrer Mädchen von Jahr zu Jahr. Nicht zu vergessen aber auch der nicht unwesentliche Beitrag der Eltern, ohne den die Kleinen all das nicht praktizieren könnten. Und das gilt natürlich nicht nur für diese Gruppe.

Im Kontrast zum spielerisch anmutenden Tanz der Mädchen, von denen eines, von Tabea nach der Dauer der Vorbereitungen befragt, vielsagend mit "lange" antwortete, boten jetzt die Buben, betreut von Nicole Dorsch und Jörg Weinmann, gewagte Sprünge über den Kasten und die Mädchen gleich darauf die viel Konzentration erfordernden Übungen am Schwebebalken.

Nach dem Warnhinweis ans Publikum: "Achten Sie auf ihre Wertsachen – Piraten sind unter uns!" donnerte jetzt, vor der Pause, die wilde Jagd der fantasievoll gekleideten Trampolinspringer über die Bühne und auf ihrem Spezialgerät. Die Wertsachen waren nicht in der Schatzkiste gelandet, das Publikum atmete auf und zollte den wilden Gestalten, arrangiert von Antonia Kohmann, Stephanie Schindhelm und Johanna Fraunholz den verdienten Beifall.

Dank der immer wieder großzügigen Unterstützung der heimischen Geschäftswelt war die Tombola reichlich bestückt. Die Helfer hatten ihre liebe Mühe, alle Gewinne in kurzer Zeit an die in langer Schlange Wartenden zu verteilen.

Und schon tauchte in viel Nebel und Laserstrahlen die nächste Überraschung, der "Magische Barren" auf. Rouven Dorsch ließ gemeinsam mit Jörg Weinmann "seine" Buben, optisch beeindruckend, das erworbene Können im "rechten Licht" darbieten.

So jagte ein Höhepunkt den nächsten. Nur kurz war die Umbaupause und schon stand die Auswahl einer Moskauer Mädchenschule auf der Bühne. Sagte ich "stand"? – sie kreiselte, wirbelte, sprang und tanzte. International hatten Heike Bauer und Nicole Dorsch ja bereits mit der Eidgenossin Heidi ihren Einstand gegeben. Dafür waren sie jetzt mit den "Crazy Girls" weit nach Osten gereist und zeigten, was Russland außer sterbenden Schwänen noch auf die Bühne zu bringen vermag. Der leise Pfiff eines politisch Korrekten ging spätestens bei Dschingis Khans "Moscow Moscow" im geklatschten Takt der Gäste unter. Das Tüpfelchen auf dem i wären die gestärkten Haarschleifen der "dotschurkas" gewesen. Ob die aber auf dem Kopf geblieben wären…?

Schade, dass das den Rhythmus aufgreifende Häuflein Step-Aerobicer so stark zusammengeschmolzen war. Das Quartett warb zunächst mit seiner Leistung und danach verbal um "Mitstepper". Ulrike Bauer nannte Termine und Schwerpunkte der Gruppe und, wie es schien, nicht ganz erfolglos. Wir sind gespannt.

Mit einem "Sprung durch die Zeit" beschloss Tabea Tröster mit ihrer Trampolingruppe in fantasievollen Kostümen verschiedner Epochen das abwechslungsreiche und mit viel Fleiß und Liebe zusammengestellte und einstudierte Programm.

Schön, dass der Abend noch lang war, bedauerlich, dass ein Teil des Publikums die Veranstaltung vorzeitig, sicher nachdem ihre Kinder und Enkel ihren Auftritt beendet hatten, verließ, ebenso, dass die Einladung zum abschließenden "Gemütlichen Beisammensein" nur eingeschränkt angenommen wurde. Wird sich die Verlegung auf den Sonntagnachmittag durchsetzen? Wir sind gespannt auf die Auswertung der Umfrage.

Zu guter Letzt der Dank an das Team des Festausschusses für die vorzügliche Bewirtung, an die fleißigen Kuchenbäckerinnen, die zum ersten Mal in Aktion treten durften und an alle Anderen, nicht genannten, die im Hintergrund zum Gelingen beigetragen haben.



Jürgen Krause -krj-