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30.03.2019

Am 24. Februarr 2019 fand das diesjährige Schauturnen in der Stadthalle statt.
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Adventsturnen 2016


Nikolaus und Beach-Party

Es weihnachtet. Fast täglich berichten die Lokalseiten unserer Zeitung von anlassbezogenen Veranstaltungen der Vereine. Da bleibt auch unser Turnverein Burgkunstadt nicht außen vor. Der Nachmittag des ersten Dezember-Sonntags gehörte wieder sowohl der sportlichen Unterhaltung als auch einer gewissen Rechenschaft vor den Eltern und Großeltern der jungen Sportler. Vieles wissen diese ja aus Erzählungen oder der kurzen Zeit des Bringens und Abholens. Noch aufschlussreicher ist aber doch das eigene Erleben. Wie bewährt sich der Nachwuchs in der Gruppe und vor großem Publikum? Ist das Bild, das mir mein Kind zu Hause vermittelt, vollständig oder zeigt es sich hier von einer bisher unbekannten Seite?

So schaute das mit etwa 250 Personen doch recht beachtliche Publikum schon beim eröffnenden Gruppenbild mit großem Interesse zur Bühne und zahlreiche Fotos verewigten die bunte Schar.

Die Begrüßung durch die erste Vorsitzende Stephanie Schindhelm konnte kurz ausfallen, schnell übernahm die bewährte Moderatorin Tabea Tröster das Mikrofon und rief eine beachtliche Zahl zu Ehrender auf die Bühne. Das OT hatte das Jahr über auf den Sportseiten schon oft über die Erfolge der Trampolin-Abteilung in regionalen und Landesmeisterschaften berichtet. Nach Felix Jerrentrup und Elias Voigtmann, die im Badminton Erfolge verzeichnen konnten, verwunderte es nicht, dass nun ausschließlich die Aktiven dieser Sparte zum Treppchen eilten. Glückwunsch zu 81 Podestplätzen, viel Beifall, ein kleines Geschenk - macht weiter so!

Den geschlossenen Vorhang hatten die ungeduldigen Kleinen des Eltern-Kind-Turnens für den Aufbau ihrer Utensilien genutzt. Die Bobby-Cars polterten über die "Bretter, die die Welt bedeuten", dann zeigten drei Generationen, betreut von Helga Schneider, Spaß, Mut, Gleichgewichtssinn und Beweglichkeit. Selbstverständlich hatte sich Nikolaus zu einer vorzeitigen Sonderschicht überreden lassen und verteilte kleine Belohnungen zum Ausgleich verbrauchter Kalorien.

Nach diesem bunten Treiben verdüsterte sich das Geschehen. Für die Mädchentanzgruppe hatten Heike Bauer und Nicole Dorsch diesmal den Titel "Thriller" gewählt. Furchterregende kleine Gestalten umwirbelten die "Hexe". Eine klare Choreografie und passende Musik zeigen dem Zuschauer nicht sofort, wie viele Einfälle, Ausdauer und Geduld für die Einstudierung des Tanzes und die Anfertigung der Kostüme erforderlich sind

Tabea Tröster verstand es, in bewährter Weise locker durch das Programm zu führen und die notwendigen Umbaupausen kurzweilig zu füllen. Unterstützung bekam sie in diesem Jahr gleich von zwei Co-Moderatorinnen. Nia Werner und Fabrizia Raab zeigten sich als aufgeweckte und selbstbewusste Weihnachtswichtel und unterhielten die Zuhörer mit recht unkonventionellen Weihnachtsgedichten. Dagegen fand Tabeas Aufruf zum vorsingen von Weihnachtsliedern wenig Resonanz. Nur zweimal wurde bereitwillig zum Mikro gegriffen, aber da war ja die Pause auch schon wieder vorüber.

Die Judokas traten mit einer kleinen aber nicht unspektakulären Mannschaft an. Angeleitet von Lothar Fischer zeigten sie anschaulich die Kunst der Selbstverteidigung. Überdenkenswert für viele, da mal hinein zu "schnuppern" und ein paar Fertigkeiten für das eigene Selbstbewusstsein, die eigene Sicherheit zu trainieren.

Unter dem Programmpunkt "Mädchenturnen I" zeigten die kleinen Damen in ihren schicken Anzügen, unterstützt von behutsamen Hilfestellungen, was sie in ihren regelmäßigen Übungsstunden bei Heike Bauer und Paul Freitag am Stufenbarren gelernt hatten. Interessant, aber nicht überraschend kam das Ergebnis einer Kurzumfrage unter den Eltern der heutigen Aktiven: "Wonach habt ihr die Sportart für eure Kinder ausgewählt?" Im Regelfall natürlich danach, was uns früher selbst begeistert hat und von dem wir glauben, dass es unseren Kindern Spaß macht und sie fit hält.

Und der Spaß kam nicht zu kurz. Dafür sorgten vor der Pause die flotten Trampolinspringer, die auf der eben noch vom Nikolaus und untermalender Weihnachtsmusik beherrschten Bühne eine hochsommerliche "Beach-Party" verwirbelten.

Die Pause, vor allem genutzt für den Verkauf der Tombolalose, gab auch Gelegenheit noch einmal an der gut bestückten Kuchentheke und am Küchenfenster vorbeizuschauen. Danke allen, die für unser leibliches Wohl gesorgt haben und danke auch der heimischen Geschäftswelt, die sich, wie in jedem Jahr, um die Bereitstellung der zahlreichen Gewinne zum Nutzen des Turnvereins bemüht hat.

Hatte der erste Teil des sportlichen Nachmittags mit Trampolinsprüngen geendet, so wunderten sich die Zuschauer zum Beginn des der zweiten Teils zunächst über eine "Führung über den Burgkunstädter Marktplatz". Kaum hatte sich die "Indische Stadtführerin" von der Gruppe für einen Moment verabschiedet, brach bei dieser der bisher gebremste Bewegungsdrang aus und die Bühne hätte für die "Ü20" der Trampolingruppe durchaus noch einen Meter höher sein dürfen.

Mit ebensoviel Rasanz und Bewegungsfreude, Laserlicht und Dampf hielten die Bubenturner unter dem Titel "Fxxx you, Purzelbaum" mit Rouven Dorsch und Paul Freitag die Spannung im leider bereits etwas dezimierten Publikum, das seinen Beifall gleich darauf den bewegungsfreudigen Damen der Aerobic-Gruppe unter der Leitung von Uli Bauer beim Latin Step, spenden konnte.

Zum Mädchenturnen I kam nun die erwartete II. Balanceübungen am Schwebebalken waren das beherrschende Thema. Nicole Dorsch hatte viel Augenmerk auf die hier realisierte Körperbeherrschung und den fließenden Ablauf der Bewegungen gelegt.

Das Kontrastprogramm dazu, der "Kehraus": Tolle Sprünge der in diesem Jahr bei vielen Meisterschaften mit zahlreichen Titeln ausgezeichneten Trampolinspringer. Unter dem Motto "Eine Reise um die Welt" hatte die Gruppe in kürzester Vorbereitungszeit unter der Leitung von Tabea Tröster mit einfallsreicher Kostümierung eine bunte, im Sport verbundene Welt dargestellt. Schöner und optimistischer konnte der Abschluss nicht sein. Verdienter Beifall für alle, die wieder geniale Einfälle, viel Schweiß und Trainingsfleiß in die Vorbereitung investiert haben. Danke, ihr wart gut, es hat uns gefallen.



Jürgen Krause -krj-