Aktuelle Meldungen

10.12.2017

Am 03. Dezember 2017 fand das jährliche Adventsturnen in der Stadthalle statt.
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24.07.2017

TVB beim Gaukinderturnfest
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24.06.2017

Johannisfeuer auf der Jacobs Ruh...
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Adventsturnen 2017


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Erster Adventssonntag, erster Schnee...

...und dazu das Adventsturnen des Turnvereins Burgkunstadt - eine stimmungsgeladene Ouvertüre zur Winter- und Weihnachtszeit.

Immer wieder ist es für die Organisatoren und Aktiven anspornend, zu sehen, wie sich die Plätze der Stadthalle mit erwartungsvollen Gästen füllen, darunter Ehrenmitglieder des Vereins und auch die erste Bürgermeisterin Christine Frieß unkonventionell "unters Volk" gemischt. Pünktlich halb drei öffnete sich der Vorhang zum bunten Gruppenbild der Aktiven. Schon jetzt ließ deren Kostümierung spritzige Ideen und fleißige Vorbereitung erahnen.

Nach der herlichen Begrüßung durch die erste Vorsitzende Stephanie Schindhelm eröffneten wie in jedem Jahr die Jüngsten, das "Purzelvolk" unter der bewährten Leitung von Helga Schneider das Geschehen. Erfreulich, dass es nicht mehr nur Muttis sind, die sich hier bei der Betreuung aktiv zu schaffen machen. Auch Väter zeigen mit krummem Rücken eine gute Figur.

Ein plumper Schneemann mit roter Nase, bestürmt von tollenden, Schneebälle werfenden Kindern - die Einstimmung auf den nächsten Programmpunkt. Heike Bauer erfindet ihre kleinen Turner immer wieder neu. Kaum war der Spaß vorbei, zeigten die "Winterkinder", wie sie ihren Körper bei anspruchsvolleren Übungen am Boden beherrschen.

Die Moderation hatte in diesem Jahr die Jugendbeauftragte Maike Taubald übernommen. Sie versuchte in den notwendigen Umbaupausen, junge Sportler zu interviewen um damit Informationen zu den im Verein ausgeübten Sportarten an die Zuschauer zu vermitteln. Auch konnten in diesen Pausen zahlreiche Aktive der Abteilungen geehrt werden. Sie hatten im zurückliegenden Jahr gute Platzierungen bei Wettkämpfen auf unterschiedlichen Ebenen errungen und trugen damit zur Bekanntheit des Vereins bei. Speziell über die Erfolge der Handball- der Badminton- und die Trampolinabteilung wird des Öfteren in diesem Blatt berichtet.

Ein gefleckter Stier stürmte die Bühne - hinter ihm zu Westernmusik Cowboys auf (Stecken-) Pferden johlend und Lassos schwingend. Das Rind hatte keine Chance bei der Übermacht. Letztlich half es die verfitzten Lassos zu lösen und sich gemächlich abführen zu lassen. Heike Bauer und Jasmin Dorsch hatten sich für die Tanzgruppe viel einfallen lassen, die fröhlichen Mädchen, phantasievoll als Indianer und Cowboys kostümiert, setzten tanzend auch die Botschaft des Zusammengehörens gekonnt und mit Schwung um.

Trampolinspringen ist eine materialaufwändige Sportart. Während im vorderen Bereich die Bühne nochmals für Ehrungen genutzt wurde, bekamen die Zuschauer bei den im Hintergrund laufenden Aufbauarbeiten zum nächsten Programmpunkt einen Eindruck von den immer notwendigen vorbereitenden Arbeiten der Sportler und ihrer Betreuer.

Doch endlich durften die "Weihnachtszwerge", geführt von Antonia Kohmann und Steffi Schindhelm, auf das Gerät. Die roten Zipfelmützen wirbelten. Die Sprünge der zuvor die "Höhenkontrolle" erfolgreich passierten jungen Hüpfer zeugten vom Spaß an der Bewegung und dem Ehrgeiz, es den Älteren, bei Wettkämpfen Erfolgreichen, gleichzutun.

Die schon jetzt vor den weiteren Programmpunkten eingelegte Pause gab Gelegenheit, die Tombola zu stürmen und sich die Preise der von der örtlichen Geschäftswelt dankenswerterweise wieder gestifteten Preise abzuholen. Auch die von den Vereinsmitgliedern wie immer gut bestückte Kuchentheke und das Imbissangebot fanden reichen Zuspruch. Danke dafür an alle Beteiligten.

Das Trampolin stand noch in Bereitschaft, ohne Verzug lief der zweite Teil des fröhlichen Nachmittags an. "Der Wald ist nicht genug" lautete jetzt das Motto der zweiten "Trampolinistengruppe". Zwerge mit blauen Mützen bewiesen, dass sie sehr wohl bei ihren Sprüngen über die Baumwipfel hinausschauen können. Im vorangegangenen Interview hatten wir erfahren, dass es für diese schöne Sportart kaum eine Alterbeschränkung gibt.

Umbau - auch die Turner unter Leitung von Nicole und Rouven Dorsch benötigen Geräte und eine äußerst störrische Matte. Zum Schreck des Fotografen verdunkelte sich die Bühne. In buntem Laserlicht und Partydampf begann das tempogeladene Springen der Girls gegen die Boys. Vom Publikum bekam auch dieses bunte und rasante Miteinander stürmischen Applaus.

Unsere Handballer vermieden es, die erwartungsvollen Gäste mit Ballwürfen zu traktieren, trugen dafür ein selbst verfasstes "etwas anderes" Weihnachtsgedicht mit der Schilderung der Freuden und Tücken ihrer bewegungsintensiven Sportart vor. Auch schön, wenn die Sportler unter Ute Oesters Leitung beim Auftritt einmal nicht ins Schwitzen kommen.

Variationen von Würfen und der Selbstverteidigung zeigten jetzt die Judokas. Gefragt, was wohl der orange Gürtel bedeute, kam Lothar Fischers treffende Antwort, er sei das Zeichen der Faulheit, nicht den Nächsthöheren erreichen zu wollen. Ganz so faul sah es dann doch nicht aus, wie kleine Mädchen und größere Buben ihre äußerlich deutlich überlegenen Gegner aufs Kreuz zu legen vermochten. Und auch der "Streetgang" war dank konsequent angewandter Griffe schnell ihre scheinbare Übermacht genommen.

Der Nachmittag neigte sich dem Ende entgegen. Schade, dass auch diesmal einigen Zuschauern die Geduld fehlte, die von allen Aktiven und Betreuern mit viel Einfallsreichtum und Fleiß vorbereiteten Darbietungen bis zum Schluss mit Aufmerksamkeit und Beifall zu belohnen.

Damit verpassten sie auch die letzten Vorführungen am Trampolin. Wieder wurde der Saal dunkel, die geheimnisvolle Beleuchtung spendeten UV-Lampen. Nur die Reflektoren an den Anzügen der Turner warfen ihr Licht zurück. So bot die Leistungsriege mit "Flying Spotlights" den getäuschten Augen gespenstisch anmutende Bewegungsabläufe. Ein Fototipp: Langzeiteinstellung und Stativ.

Weg von den Gespenstern, zurück zum Tageslicht, zum sehenswerten wahren Leben - leider krankheits- und "ich-trau-mich-nicht"-dezimiert zeigte ein Damenquartett der Aerobicgruppe mit seinem "Step Choreo" was die (O-Ton Uli Bauer) Alten drauf haben. Geschlagene12 Minuten hielten sie, ohne Ermüdung zu zeigen, alle Köpfe im Saal in einer Richtung. Mit dem verdienten Applaus und allen guten Wünschen für eine friedvolle Advents- und Weihnachtszeit ging der unterhaltsame Nachmittag zu Ende.

Danke an alle, die zum Gelingen beigetragen haben. Wir freuen uns auf das nächste Jahr.


Jürgen Krause -krj-

 
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