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30.03.2019

Am 24. Februarr 2019 fand das diesjährige Schauturnen in der Stadthalle statt.
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Faschingsturnen 2019


Traditionen sind eine wunderbare Sache...

...man kann jahrelang an ihnen festhalten.

Erst, wenn man sie einmal brechen muss, bekommt man einen Blick dafür, dass das Nicht-Festhalten keine Katastrophe ist. Ein Sonntagnachmittag in der Faschingszeit, gestaltet mit einem spritzigen, farbenfrohen und mit viel Fleiß und Liebe vorbereiteten Sportprogramm, füllte den Saal der Stadthalle mit erwartungsvollen Zuschauern bis fast auf den letzten Platz. Das wegen Terminüberschneidungen 2018 ausgefallene Adventsturnen war damit mehr als nur ersetzt. Der Turnverein Burgkunstadt hat mit neuen Gedanken und Darstellungsmöglichkeiten ein völlig anderes Konzept erprobt.

Schon die zum Gruppenfoto angetretenen Aktiven zeigten, unterstützt von der schräg durch die großen Fenster hereinfallenden kräftigen Nachmittagssonne, ein farbenfrohes, Erwartungen weckendes Bild. Meike Taubald begrüßte als Moderatorin das Publikum, informierte, dass die erste Vorsitzende Lydia Münch verhindert sei und kündigte schon den ersten Programmpunkt, die Vorstellung der kleinsten Bewegungsfreeks an. Das „Purzelvolk“ mit der erfahrenen Helga Schneider tummelte sich, beschützt von den Händen der im Hintergrund agierenden Mamas und Papas geschickt auf dem Hindernisparcour.

Eine kurze Umbaupause konnte für die Ehrung der im Jahr 2018 mit Erfolgen von Wettkämpfen zurückgekehrten Sportler der Badminton- und Trampolinabteilung genutzt werden.

Und schon brachte Heike Bauer ihre „Feen und Elfen“ zum Vorschein. Sie dankte zunächst mit liebevollen Worten den Eltern, ohne deren Rundum-Hilfe eine solche Darbietung kaum zu stemmen wäre. Auch betonte sie, dass sie den kleinen Tänzerinnen und Tänzern bei der Wahl ihrer eigenen Choreografie weitgehend freie Hand lässt. Das Thema „Im Lande der Feen und Elfen“ realisierte sich in einer fantasiereichen stilisierten Suche nach diesen Waldgeistern. Fantastisch blieb es auch bei der unmittelbar folgenden zweiten Darbietung unter Heike Bauers Leitung. Die Tanzgruppe wirbelte furchtlos um ein weißes Einhorn. Offen blieb, ob sie es am Ende bezwungen oder in Güte vereinnahmt hat.

Es waren zwar nur zwei Programmpunkte aber drei unterschiedliche Darbietungen mit steigendem Schwierigkeitsgrad, mit denen sich die Trampolingruppe mit Antonia Kohmann und Steffi Schindhelm präsentierte. So alt, wie es das Motto „1861 Jump Street“ verhieß, sahen die kessen Jumper an ihrem Gerät gar nicht aus. Das Publikum erwartet von der von vielen überregionalen Wettkämpfen mit guten Erfolgen zurückgekehrten Truppe rasante Sprünge und wurde auch an diesem Nachmittag nicht enttäuscht.

Zwischendrin, geschickt einen Umbau vermeidend, fügte sich die Pause mit der traditionellen, von der heimischen Geschäftswelt großzügig bestückten Tombola ein. Danke dafür, Danke aber auch an den Festausschuss mit seinem Küchen- und Thekenpersonal und an die fleißigen Kuchenbäckerinnen (und Bäcker?) des Vereins. Gut habt ihr’s wieder gemacht. Und ebenfalls gut angekommen ist die Idee der Tanzgruppe, die Pause mit weiteren Darbietungen vor dem Vorhang aufzulockern. Die Leistungsriege der Trampolinabteilung erschreckte mit (angekündigten!) Schüssen, erheischte damit für ihren „Prison Break“ die nötige Aufmerksamkeit. Die wäre auch für die Kaffee trinkende Gefängnisaufsicht nötig gewesen. So konnten die „Insassen“ entwischen, hatten letztlich keine Chance und landeten trotz kühnster Versuche wie im realen Leben auf dem Boden der Tatsachen.

Ob Advent oder Fasching - immer gut mit dabei sind die Judokas des TVB. Lothar Fischer zeigte mit seiner Riege, dass auch zu diesem Sport ein ausgiebiges Warmup gehört. So vorbereitet, gelingen die kühnen Schwünge, Stürze und Abwehrreaktionen „mit Links“. „Licht aus – Spot an“ war die Voraussetzung für die Beobachtung des wilden Treibens „im Dschungel“ mit Nicole und Rouven Dorsch und ihren Leistungsturnern. Einfallsreich und passend kostümiert bot die Truppe zum Abschluss mit gewagten Sprüngen einen Einblick in ihr erfolgreiches Trainingsprogramm.

Wie der Nikolaus zum Advent, gehört die Prämierung des kreativsten Kostüms naturgemäß zur Faschingszeit. Wer wagt sich auf die Bühne? – die Kinder trauten sich schneller, die Erwachsenen etwas zögerlicher. Wie kürt man aus dem bunten Gewusel den Champion? Ein salomonisches Urteil brachte allen Kleinen als Trostpreis ein Gratisgetränk von der Theke und dem Minihasen ein Mini-Kuscheltier. Für die Erwachsenen galt „Champion bleibt Champion“ – der „Boxer“ mit dem Waschbrettbauch reckte stolz die Arme und teilte seinen Preis hoffentlich mit den knapp Abgeschlagenen.


Jürgen Krause -krj-